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Mittwoch, 28. Juni 2017

Lavendel

Standort und Pflege von Lavendel

Lavendel ist genügsam und will es nur warm, schön sonnig und gerne auch windgeschützt haben. Er liebt durchlässige, magere Sandböden, auf denen viele andere Pflanzen nicht lange durchhalten. Wer Lehmboden hat, sollte für Lavendel viel Sand einarbeiten, viel Sand.
Die Pflanzen sind absolute Hungerkünstler, die nahrhaften, gut gedüngten Boden nicht gut vertragen. Gedüngt werden sollte nur auf sehr magerem Boden und dann auch nur mit einer Handvoll Hornspäne pro Jahr.

 Lavendel ist nur bedingt frostfest und sollte in Gebieten mit erfahrungsgemäß strengen Wintern mit Laub, Reisig oder Vlies geschützt überwintern. Vor allem eisige Ostwinde machen den Pflanzen im Winter sonst zu schaffen und die oberirdischen Triebe können absterben und damit den kompletten Neuaustrieb verhindern.

Lavendel vermehren

Lavendel lässt sich ganz leicht durch Stecklinge vermehren. Schneiden Sie dazu blütenlose, etwa 10 cm lange Triebspitzen ab und streifen die unteren Blätter bis etwa zur Hälfte des Triebes ab. Nun kommt der Steckling bis zum ersten Blatt in einen Topf mit Aussaaterde. Sie bekommen später übrigens schneller große Pfanzen, wenn Sie 3-5 Stecklinge in einen Topf setzen.

Wie schneidet man Lavendel?

Damit die Pflanzen über Jahre hinweg schön kompakt bleiben, ist von Anfang an ein regelmäßiger Rückschnitt der krautigen Triebe nötig. Geschnitten wird nach dem Motto “ein Drittel, zwei Drittel”. Nach der Blüte kappt man alle Triebe um gut ein Drittel, wofür man sogar eine Heckenschere nehmen kann. Wenn im Frühjahr kein starker Frost mehr zu erwarten ist, schneidet man die Triebe um zwei Drittel zurück. Achtung: Ein Rückschnitt bis ins Holz ist nicht möglich, dann treiben die Pflanzen gar nicht mehr oder nur höchst unwillig wieder aus.

So trocknet man Lavendel

Wer Lavendel selber ernten will, schneidet zu Beginn der Blüte die Triebe ab und hängt sie kopfüber in Büscheln zum Trocknen auf. In kleine Stoffsäckchen gefüllt, hält Lavendel Motten aus Kleiderschränken fern und verpasst der Wäsche einen angenehmen Duft. Natürlich wird Lavendel für Tee oder als Küchengewürz genauso getrocknet.

Lavendelöl selber machen

Ein einfaches Lavendelöl lässt sich problemlos selber herstellen und zwar am besten mit hochwertigen pflanzlichen und nativen Ölen - wie beispielsweise Oliven-, Distel-, oder auch Mandelöl. Frische oder getrocknete Blüten sowie Zweige und Blätter werden dazu einfach in ein verschließbares Gefäß gefüllt und mit dem Öl aufgegossen. Die Lavendelteile geben ihr kostbares Öl noch besser ab, wenn sie zuvor mit der Hand leicht zerrieben werden. Die Mischung für mindestens einen Monat an einem warmen Ort lagern und täglich leicht schütteln. Dann den Inhalt des Glases durch ein sauberes Tuch in ein anderes Gefäß umgefüllt. Das Lavendelöl an einem kühlen und lichtgeschützten Ort lagern.
Das selbst gemachte Lavendelöl eignet sich prima als leicht entspannendes Massageöl oder als Raumduft und Badezusatz.


 Lavendel schneiden & pflegen

Sonntag, 16. April 2017

Hagebutten – Wirkung und Anwendung

In Hagebutten steckt mehr als Tee und Juckpulver. Lesen Sie hier, wie heilsam die Wirkung für Immunsystem, Haut und Gelenke ist. 

Die leuchtend roten Hagebutten entwickeln sich im Herbst aus den Blüten der Hecken- oder Wildrose und sind eigentlich Scheinfrüchte, denn die echte Frucht, die sogenannten Nüsschen, befinden sich im Inneren der Beere. 
Im Haushalt nutzen die meisten nur die vitaminreichen getrockneten Schalen als Tee. In der Naturheilkunde dagegen werden für verschiedene Bereiche der Hagebutten Anwendung nicht nur die Schalen, sondern auch die Kerne (ganz oder pulverisiert) sowie die frischen Blütenblätter eingesetzt. Die Kosmetikindustrie nutzt für die straffende Hagebutten Wirkung das aus den Kernen gepresste Öl als Bestandteil vieler Hautpflegeprodukte. 

Die Inhaltsstoffe bestimmen die Hagebutten Wirkung

In ganzen Hagebutten ist weitaus mehr Vitamin C enthalten als z.B. in Zitronen, 100 g frische Früchte bringen es auf 400-500 mg. Dazu kommen Flavone, Fruchtsäuren, Vitamin A, verschiedene B-Vitamine und Beta-Karotin, ungesättigte Fettsäuren, Lycopin, Pektine, Gerbstoffe, Kalium und andere Mineralstoffe. 
Darüber hinaus ist die Hagebutte sehr robust: Die Vitamine und wertvollen Inhaltsstoffe bleiben auch beim Erhitzen erhalten. Richten Sie sich bei der Hagebutten Anwendung also stets danach, was Sie behandeln möchten, und verwenden Sie dann die entsprechenden Pflanzenteile. 

Hagebutten Wirkung auf den Körper

• Teezubereitungen aus frischen gehackten Früchten wirken leicht abführend, 
• Tee aus den Blüten dagegen hilft bei Magenbeschwerden und 
• wirkt bei Frauen in der Zeit vor der Periode krampflösend. 
• Der gerbstoffhaltige Saft der Blüten schließt kleinere Wunden und ist 
• schmerz- und juckreizstillend bei Insektenstichen. 
• Hagebuttenpulver aus getrockneten Kernen entsäuert Ihren Organismus, 
• entgiftet und bekämpft rheumatische Beschwerden und Gelenkverschleiß. 
• Die in Hagebuttenöl enthaltene Kiesel- und Linolsäure reguliert die Talgdrüsenfunktion, 
• erweicht Narben, 
• bindet Feuchtigkeit, 
• wirkt bindegewebsstraffend und 
• entzündungshemmend. 
• Ein besonderer Zellschutz ist Hagebuttenmark: Mit der Menge von einem Teelöffel täglich decken Sie Ihren kompletten Tagesbedarf an Vitamin C. Vermischt mit Honig gelangt es sofort in die Blutbahn und schenkt Ihnen neue Vitalität. 
• Wenn Sie sehr unter Stress stehen, ist eine regelmäßige Hagebutten Anwendung besonders empfehlenswert, denn auch die Nebennierenrinde wird dadurch günstig beeinflusst und die Ausschüttung schädlicher Stresshormone verringert. 
Tipp für die Hagebutten Anwendung: Durch Kälte werden die Hagebutten süß und aromatisch. Also bei Frost sammeln oder frische Früchte für kurze Zeit einfrieren. 
Fazit: Sie sehen, die gesunde Hagebutten Wirkung beschränkt sich nicht auf den bekannten Tee allein. Nutzen Sie diese kleine Vitaminbombe und probieren Sie einfach einmal andere Formen der Hagebutten Anwendung. Der Rohstoff dafür ist kostenlos und leuchtet Ihnen beim Herbstspaziergang aus jedem Knick entgegen! 

Chlorophyll: Zehnmal wirksamer gegen Krebs als Chemotherapie

(Zentrum der Gesundheit) - Warum Chlorophyll und damit grüne Pflanzen Krebs heilen können. Neueste Forschungen des Linus-Pauling-Insituts der Oregon State University lassen vermuten, dass natürliche Substanzen wie etwa der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll oder Selen aus Knoblauch und der Paranuss im Kampf gegen Krebserkrankungen eine möglicherweise viel bedeutendere Rolle spielen könnten, als man bislang angenommen hatte.

Chlorophyll tötet Darmkrebs nachhaltiger als Chemotherapie

Eine Studie – veröffentlicht im International Journal of Cancer – untersuchte die Aktivität von Chlorophyllin, einem Chlorophyll-Derivat. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass es im Vernichten von Darmkrebszellen zehnmal wirksamer war als das chemotherapeutische Medikament Hydroxyurea, das normalerweise während der Krebsbehandlung eingesetzt wird.
Beide Substanzen – die chemische und die natürliche – töteten die Krebszellen, indem sie ein und dieselbe Zellteilungsphase blockierten, und zwar durch die Reduzierung des für die Zellteilung unverzichtbaren Enzyms Ribonukleotidreduktase (RNR). Professor Rod Dashwood, Direktor des Cancer Chemoprotection Program am Linus-Pauling-Insitut sagt:
„Mit den Chlorophyllin-Dosen, die wir in unseren Versuchen benutzten, war das Chlorophyllin in der Lage, die Aktivität dieser Enzyme nahezu vollständig zu stoppen.“

Chlorophyll bildet Blut

Chlorophyllin ist ein wasserlösliches Derivat des Chlorophylls, dem grünen Farbstoff der in allen grünen Pflanzenteilen vorhanden ist. Dieser Farbstoff ist für den Photosyntheseprozess und damit für das Pflanzenwachstum mit Hilfe von Sonnenenergie verantwortlich. Chlorophyll ist fast identisch mit unserem roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin.
Wenn Sie also Ihre Chlorophyll-Aufnahme mit Hilfe grüner Blattgemüse und grüner Getränke wie etwa grüner Smoothies erhöhen, dann verbessern Sie direkt die Qualität und auch die Quantität Ihrer roten Blutkörperchen.
Gesundes Blut jedoch ist gleichbedeutend mit gesunden Organen und gesunden Körperfunktionen und somit die Basis für allumfassende Gesundheit – und nur erreichbar, wenn grüne Pflanzen wieder ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung werden.


Chlorophyll wirkt wie Chemotherapeutika – ohne toxische Nebenwirkungen

Natürlich empfehlen die Forscher nun nicht, Grünzeug zu essen, Grassaft oder gar grüne Smoothies zu trinken. Stattdessen planen sie, ihre konventionellen Chemotherapeutika mit natürlichen Mitteln zu kombinieren und zwar, um angebliche synergistische Effekte auszunutzen oder aber – und das ist weitaus wahrscheinlicher – um die toxischen Nebenwirkungen der Chemomittel reduzieren zu können (durch Reduktion der Chemodosis) und um gleichzeitig durch die natürlichen Wirkstoffe des Chlorophylls überhaupt erst eine echte Wirkung zu erzielen.
Und so berichteten die Forscher dann auch:
„Chlorophyllin besitzt das Potential, effektiv im klinischen Alltag eingesetzt zu werden, entweder in Verbindung mit herkömmlichen Krebsmitteln oder auch alleine.“

Grüne Pflanzen: Grundnahrungsmittel Nr. 1

Tierversuche sowie klinische Tests mit Freiwilligen ließen außerdem vermuten, dass relativ hohe Mengen Chlorophyll aufgenommen werden können, ohne dass es zu toxischen Nebenwirkungen komme.
Die Erklärung dafür ist den über die Wunderwirkungen des Chlorophylls so erstaunten Wissenschaftlern vielleicht nicht bekannt, wir erwähnen sie hier am Rande trotzdem: Chlorophyll ist deshalb für den Menschen so heilsam und in großen Mengen unschädlich, weil nicht Getreide, nicht Milchprodukte und auch nicht Fleisch, sondern grüne Pflanzen von Natur aus DAS Grundnahrungsmittel des Menschen sind.

Forscher entdecken immer mehr natürliche Substanzen mit krebsbekämpfender Wirkung

Die Idee, schulmedizinische Krebstherapien in Kombination mit natürlichen Mitteln einzusetzen, sei äußerst vielversprechend, meinte Professor Dashwood. Man finde immer mehr natürliche Substanzen, die genau wie Chemotherapeutika wirkten. Auch seien entsprechende Ernährungszusätze denkbar, die zu einer höheren Effektivität von Krebstherapien führen könnten.
Vielleicht sollte man Professor Dashwood und Kollegen bei Gelegenheit auf Ann Wigmore aufmerksam machen, die schon in den 60er Jahren von der heilenden Wirkung des Chlorophylls, etwa in Form von Weizengrassaft sprach und damit höchst erfolgreich erst sich selbst und dann schwerst erkrankte Patienten therapierte.

Selen aus Knoblauch und Paranüssen gegen Prostata- und Darmkrebs

Wer in seine Ernährung nicht nur grüne Gemüse, grüne Säfte und grüne Smoothies einbaut, sondern auch Knoblauch und Paranüsse, erreicht eine noch größere Heil- und Schutzwirkung.
Eine weitere neue Studie des Linus Pauling Instituts – veröffentlicht in den Zeitschriften Carcinogenesis und Cancer Prevention Research – untersuchte die Wirkung von organischen Selenverbindungen aus Knoblauch und Paranüssen im Kampf gegen menschliche Prostata- und Darmkrebszellen. Das Selen reaktivierte offenbar stillgelegte Tumor-Unterdrückungs-Gene, was das Absterben von Krebszellen verursachte.

Chlorophyll und Selen in der Ernährung

Paranüsse und Knoblauch in die Ernährung mit einzubeziehen, ist nicht schwer. Täglich große Mengen Chlorophyll aufzunehmen, kann dagegen schon eher zum Problem werden – aber nur, wenn man grüne Smoothies nicht kennt. Mit grünen Smoothies ist es so einfach, flüssiges Chlorophyll zu trinken und seinem Körper Kraft, Vitalität und Gesundheit zu schenken. Lesen Sie dazu „Grüne Smoothies – die perfekte Mahlzeit“.

Chlorophyll in Pulverform

Eine weitere Möglichkeit, Chlorophyll auf sehr einfache Weise zu sich zu nehmen, ist biologisches Weizengras-, Dinkelgraspulver, Gerstengraspulver oder besser Gerstengrassaftpulver. In Früchte-Shakes oder Säfte gemixt versorgt man sich auf diese Weise nicht nur mit den Vorteilen frischer Früchte, sondern mit allen Vorzügen, die der grüne Pflanzenfarbstoff zu bieten hat.
Wer außerdem vorhat, sich mit hochwertigen Antioxidantien einzudecken, seine Hormonbalance mit Nachtkerzenöl zu stärken, die Darmflora zu pflegen und seinem Säure-Basen-Haushalt in ein gesundes Gleichgewicht zu verhelfen, wählt ein pflanzliches Basenpulver auf Basis antioxidantienreicher Zutaten (z. B. Traubenkernmehl, Granatapfelpulver, Bockshornkleepulver etc.) in Kombination mit chlorophyllreichem Dinkelgras- und Gerstengraspulver. Lesen Sie hier auch mehr über: Gerstengrassaft - Der Powerdrink

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

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Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Quellen:

Quelle Original
Quellen als PDF
Quelle 1
Quelle 2

Anmerkung:

Das ist hier kein Aufruf, sich bei einer Krebsdiagnose nicht behandeln zu lassen. Es geht viel mehr hauptsächlich darum, dass man sich Informationen aus verschiedenen Quellen holt und sich nicht nur auf die Aussagen der Schulmedizin verlässt. Es geht um das eigene Leben – Überleben. Und genau deswegen sollte man auch dementsprechend Eigenverantwortlich damit umgehen, also die Verantwortung nicht zur Gänze an andere abschieben. Letztendlich ist es immer Ihre eigene Entscheidung, welche Methode der Behandlung Sie für sich auswählen. Denn niemand außer Ihnen selbst, wird die Konsequenzen dafür tragen müssen.

Ingwer – Heilpflanze gegen Brustkrebs

(Zentrum der Gesundheit) – Ingwer spielt vielleicht schon bald eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Brustkrebs – so das Fazit von Wissenschaftlern in Saudi-Arabien. Deren Studie belegt, dass roher Ingwer-Extrakt die Vermehrung von Brustkrebszellen hemmen kann. Gleichzeitig stellten die Forscher fest, dass der Extrakt das Wachstum und die Vermehrung gesunder Zellen nicht beeinträchtigt. Ingwer treibt jedoch nicht nur Brustkrebszellen in den Tod, sondern die Zellen anderer Krebsarten ebenso.

Ingwer – Heilpflanze gegen Brustkrebs

Kann eine Pflanze gegen Brustkrebs wirken? Ja, sie kann – und Ingwer ist eine solche Pflanze.
Ingwer ist die Wurzelknolle einer tropischen schilfartigen Pflanze. Sie wird weltweit als Gewürz in Speisen und Getränken verwendet.
Abgesehen vom einzigartig würzig-scharfen Aroma ist der Ingwer überdies eine hervorragende Quelle für stark wirksame sekundäre Pflanzenstoffe, die aus dem Ingwer eine hochkarätige Heilpflanze machen.
Zu den heilsamen Substanzen des Ingwers gehören beispielsweise Gingerole, Paradole, Shogaole und Gingerone. Sie alle sind für die entzündungshemmenden, antioxidativen und krebshemmenden Wirkungen des Ingwers verantwortlich.
Verschiedene Studien zeigten in den letzten Jahren, wie effektiv der Ingwer gegen die unterschiedlichsten Krebsarten vorgehen kann – und das ohne Nebenwirkungen und ohne dabei gesunde Zellen zu schädigen.
In einer der aktuellsten Studien hatte ein Forscherteam aus Saudi-Arabien die Wirkung des Ingwers insbesondere bei Brustkrebs untersucht.

Herkömmliche Brustkrebstherapie: Hohe Sterblichkeitsrate

Die an der Studie beteiligten Forscher der saudi-arabischen King Abdulaziz Universität sehen die derzeitige Lage in Bezug auf Brustkrebs mehr als kritisch, so dass dringend wirklich hilfreiche und nebenwirkungsarme Therapien gefunden werden sollten. Sie schrieben:
"Trotz erheblicher Fortschritte im Bereich zielgerichteter Therapie und Screening-Techniken ist Brustkrebs ein weltweit schwerwiegendes medizinisches Problem, nach wie vor die häufigste Form von Krebs bei Frauen und die häufigste Todesursache.“
In den meisten Fällen wird Brustkrebs mit dem Medikament Tamoxifen oder mit ähnlichen Präparaten behandelt. Arzneimittel dieser Art (selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren) hemmen im Krebsgewebe die Wirkung der körpereigenen Östrogene.
Doch fast alle Brustkrebs-Patientinnen mit Metastasen und etwa 40 Prozent der Patientinnen, die Tamoxifen nach einem Rückfall erhalten, sterben letztendlich an der Krankheit.

Krebs resistent bei Chemo
Die Nebenwirkungen von Chemotherapien sind überdies gravierend.
Zudem hat sich gezeigt, dass viele Tumoren zunächst durchaus auf eine herkömmliche Chemotherapie ansprechen, die Brustkrebszellen dann aber im Laufe der Behandlung gegen die Medikamente resistent werden und die Chemotherapie irgendwann wirkungslos bleibt.

Ingwer bekämpft Brustkrebs

In ihrer im Journal of Biomedicine & Biotechnology veröffentlichten Studie untersuchten die saudi-arabischen Forscher die Wirkung eines Rohextraktes von Ingwer auf Brustkrebszellen und deren Wachstum.
Interessant war die Vielfalt der Wirkmechanismen, mit denen der Ingwer gegen die Brustkrebszellen vorging. Ingwer wirkt also auf verschiedene Arten gleichzeitig auf den Brustkrebs ein.
Zurückzuführen sei dies auf die Tatsache, dass man statt isolierter Wirkstoffe den kompletten Ingwerextrakt verwendet habe, in dem das vollständige Spektrum der Ingwerinhaltsstoffe zum Tragen kommen könne, so die Wissenschaftler.

Ingwer wirkt mehrfach gegen Krebs

Zu den vielfältigen Anti-Krebs-Wirkungen des Ingwers gehört beispielsweise, dass er die Anzahl vorhandener Krebszellen in der weiblichen Brust vermindern kann, indem er die sog. Apoptose (Selbstmordprogramm) der kranken Zellen wieder aktiviert.
Dies gelingt dem Ingwer u. a. dadurch, dass er die Aktivität bestimmter Proteine hemmen kann. Es handelt sich um die Proteine der Bcl-2-Familie. Sie sind besonders in Krebszellen aktiv und verhindern dort die Apoptose der Zellen.
Unter der Einwirkung von Ingwer jedoch waren diese Proteine weniger aktiv, so dass Krebszellen, wie es sich für schwerkranke Zellen gehört, starben und abgebaut werden konnten.
Ingwer schwächt überdies etliche Gene und Proteine, die das Krebswachstum fördern (NF-kB, Mcl-1, Survivin, Cylin D1 etc.), während er andere Gene wiederum aktiviert, die dem Fortschreiten des Krebses entgegenwirken (z. B. Pro-Apoptose-Gene, p21 etc.).

Ingwer greift Krebs an, nicht aber gesunde Zellen

Zeitgleich schädigt Ingwer nicht – wie es schulmedizinische Krebstherapien tun – gesundes Gewebe.
Ja, diese gezielte wachstumshemmende Wirkung auf lediglich erkrankte Zellen gibt es bislang bei kaum einer herkömmlichen Krebsbehandlung. Man spricht in diesem Fall von selektiver Zytotoxizität – wenn also ein Mittel nur auf Krebszellen tödlich wirkt, nicht aber auf gesunde Zellen.

Gingerol gegen Metastasen

Die saudi-arabische Studie ist nicht die erste Untersuchung, die des Ingwers Anti-Krebs-Eigenschaften nachweist. Für die Substanz Gingerol – sie verleiht dem Ingwer seine Schärfe – konnte bereits in früheren Studien gezeigt werden, dass sie bei Krebs hilfreich sein kann.
So verringert Gingerol beispielsweise das Membranpotential der Mitochondrien in Hautkrebszellen, was wiederum zum programmierten Zelltod (Apoptose) führt.
Im Jahr 2010 wurde im Fachjournal Molecular Nutrition & Food Research eine Studie veröffentlicht, die ähnliches in Bezug auf Brustkrebs festgestellt hatte.
Und schon zwei Jahre zuvor hatten südkoreanische Wissenschaftler in Seoul entdeckt, dass Gingerol die Entwicklung von Metastasen durch Brustkrebs hemmen konnte.

Ingwer gegen Leberkrebs

Ebenfalls im Jahre 2008 verkündeten Wissenschaftler des Department of Biochemistry der medizinischen Fakultät an der Universiti Kebangsaan Malaysia in Kuala Lumpur, dass Ingwerextrakt bei Ratten mit Leberkrebs zu einer Besserung führte.
Dies geschah vermutlich über die ganz signifikante Minderung der Entzündungsbotenstoffe TNF-alpha und NFkappaB, die auch an der Regulierung der Apoptose und der Zellproliferation (schnelles Zellwachstum) und somit an der Krebsausbreitung beteiligt sind.

Ingwer gegen Lungen- und Darmkrebs

Auch in Versuchen mit Lungen- und Darmkrebs zeigten sich Ingwer oder Extrakte daraus als äusserst wirksam und werden von den entsprechenden Wissenschaftlern zumindest als komplementäre Bestandteile einer Krebstherapie empfohlen.

Ingwer gegen Pankreaskrebs und Prostatakrebs

Selbst beim schwer therapierbaren Pankreaskrebs könnte künftig Ingwerextrakt eingesetzt werden. In Versuchen mit Pankreaskrebszellen zeigte sich nämlich sowohl 2006 in einer koreanischen Studie als auch 2012 in einer chinesischen Studie, dass Ingwer die entarteten Zellen der Bauchspeicheldrüse zur Apoptose führen konnte.
Und last but not least wird auch der Prostatakrebs durch Ingwer weniger aggressiv und angreifbar.
Aus einer Studie, die im Jahr 2012 von Forschern der Georgia State University in Atlanta/USA durchgeführt und im British Journal of Nutrition veröffentlicht wurde, weiss man, dass Ingwerextrakt zu einer signifikanten Wachstumshemmung bei Prostatakrebszellen führen kann und überdies deren programmierten Zelltod in die Wege leiten kann.

Ingwer gegen Brustkrebs essen

Es lohnt sich also, Ingwer in den täglichen Speiseplan einzubauen, damit Brustkrebs und andere Krebsarten gar nicht erst entstehen können.
In den Versuchsreihen wurden meist 100 Milligramm Ingwerextrakt pro Kilogramm Körpergewicht verabreicht. Frischer, roher Ingwer dürfte jedoch nicht weniger wirksam sein – im Gegenteil.
Mixen Sie einfach täglich ein mindestens fingernagelgrosses Ingwerstück in heisses oder kaltes Wasser oder in Ihre Smoothies und geniessen Sie das erfrischende Aroma des heilenden Ingwers.
Leckere Rezepte mit Ingwer finden Sie überdies in unserer Rezepte-Datenbank, z. B. Kürbissuppe mit Ingwer oder einen Linsen-Kürbis-Salat mit Ingwer.
Und falls Sie derzeit an Gelenk- oder Muskelschmerzen oder vielleicht auch an Kopfschmerzen und Übelkeit (auch schwangerschaftsbedingt) leiden sollten, dann können Sie gleichzeitig von der schmerzstillenden Wirkung des Ingwers profitieren. Details dazu lesen Sie hier: Ingwer wirkt gegen Schmerzen

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

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Quellen:

Sinusitis - Nasennebenhöhlenentzündung

Mit nur zwei Zutaten kannst du dir ein Naturheilmittel selbst herstellen, das die Heilung von Sinusitis unterstützt und die Erkrankung verhindern kann.
Oft ist es unnütz, eine lange Liste von Zutaten abzuarbeiten, um ein wirksames Naturheilmittel zu erhalten. Mutter Natur hat viele wirksame Stoffe für uns im Angebot, die bei richtiger Zubereitung und Kombination unsere Gesundheit fördern und Krankheitssymptome lindern können. Lerne die zwei Zutaten kennen, die dir bei und gegen Sinusitis helfen!

Zwei Zutaten bei Sinusitis

Wahrscheinlich hast du beide Zutaten bereits in der Küche vorrätig. Wenn nicht, macht es Sinn, sie immer vorrätig zu haben, denn du kannst sie immer wieder für viele Zwecke einsetzen.
Es handelt sich um frische Ingwerwurzel und Apfelessig. Wie immer: achte darauf, beide Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau zu beziehen, um deinen Körper mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln nicht zusätzlich zu belasten!

Sinusitis 

Wie entsteht Sinusitis?

Eine Sinusitis kann durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Die Nasennebenhöhlen umfassen die Kieferhöhlen, Stirnhöhlen, Siebbeinzellen und die Keilbeinhöhle.
Nicht immer sind alle Nebenhöhlen betroffen. Je eher man etwas gegen die Entzündung unternimmt, desto größer die Chance, dass sich nicht alle Nebenhöhlen entzünden.
Meistens steckt ein Schnupfen als Ursache dahinter: die Nasenschleimhäute sind angeschwollen, die Nasenatmung behindert und die Nebenhöhlen dadurch nicht mehr ausreichend belüftet.
Bakterien, die sich durch die Infektion in den Nebenhöhlen befinden, fühlen sich dann richtig wohl und können ungehindert wachsen. Die trockene kalte Winterluft draußen und trockene Heizungsluft drinnen begünstigen zusätzlich eine Infektion mit Schnupfenviren, da die Schleimhäute austrocknen und daher nur noch über wenige Abwehrkräfte verfügen.
Tritt Fieber auf, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen! Dann ist es wirklich zu spät, die Entzündung hat sich zu sehr ausgebreitet und meist sind Antibiotika dann die einzigen Helfer, die jetzt noch Heilung bringen.

Sinusitis heilen 

Was hilft vorbeugend?

Es gilt schon im Vorfeld, die Nasenschleimhaut zu schützen, damit diese die Fähigkeit behält, Viren und andere Krankheitserreger erfolgreich abzuwehren.
Achte also darauf, dass es nicht dazu kommt und sorge dafür, dass deine Nasenschleimhaut immer fit ist, um schädliche Viren und Bakterien abzuwehren!
In der Schnupfenzeit ist es wichtig, die Nasenschleimhaut feucht zu halten. Dafür gibt es Meerwasser – Nasensprays und auch Nasenöle, die deine Nasenschleimhaut gesund und widerstandsfähig erhalten.
Auch vorbeugend können Nasenduschen eingesetzt werden, um den Schnupfen gar nicht erst entstehen oder nicht zur Sinusitis werden zu lassen! Was ebenfalls sehr gut vorbeugend hilft ist das Inhalieren, insbesondere dann, wenn dem heißen Wasser natürliche Wirkstoffe zugesetzt werden.

Inhalieren gegen Sinusitis 

Inhalieren

Ist es passiert und der Schnupfen hat bei dir Einzug gehalten, solltest du dafür sorgen, dass es nur beim Schnupfen bleibt und sich der Schnupfen nicht zu einer Sinusitis entwickelt.
Sorge immer dafür, dass deine Nase frei ist und der Schleim abfließen kann. Inhalation mit befreienden ätherischen Ölen wie Ingwer, Eukalyptus, Pfefferminze oder Menthol helfen dabei.
Dafür braucht man keinen speziellen Inhalator, eine große Schüssel oder ein großer Topf reichen. Fülle den Behälter mit kochendem Wasser, tröpfele das ätherische Öl oder unser Rezept aus den zwei Zutaten auf das Wasser, halte deinen Kopf über den Topf und unterstützte die Inhalation durch ein Handtuch, das du dir über Kopf und Topf hängst.
Vorsicht: Manche ätherische Öle können die Augen reizen, also mit geschlossenen Augen tief durch die Nase atmen!

Apfelessig gegen SinusitisInhalationszusatz aus Apfelessig und Ingwer

Dem heißen Wasser zum Inhalieren kannst du zwei Zutaten hinzufügen: Ingwer und Apfelessig. Ingwer kann noch mehr als nur als Küchengewürz gekocht zu werden. Ingwer kann dir auch dabei helfen, Sinusitis vorzubeugen, denn
  • Wirkstoffe aus der Ingwerwurzel wirken gut gegen Entzündungen.
  • Das ätherische Öl aus Ingwer ist antibakteriell
  • Ingwer wirkt schleimlösend
  • Die scharfen Öle des Ingwers fördern die Durchblutung der Schleimhäute
Apfelessig wirkt durch seine Säure antibakteriell, was man sich seit Generationen zum Konservieren von sogenannten „Sauerkonserven“ wie sauren Gurken zu Nutze macht. Was beim Einmachen Bakterien tötet, kann auch gegen Sinusitis helfen!
Ingwer gegen Sinusitis 
Du brauchst für den Inhalationszusatz folgende Mengen dieser zwei Zutaten:
Reibe die Ingwerwurzel klein und vermische die Stücke mit dem Apfelessig. Fülle die Mischung in ein Glas und bewahre sie im Kühlschrank auf und lasse sie einige Stunden ziehen.
Möchtest du vorbeugend oder zur Linderung der Symptome von Sinusitis inhalieren, verwende das Gemisch entweder unverdünnt und erhitze es, bis es dampft oder füge einem Liter heißem Wasser 100ml deiner Mischung hinzu.

Montag, 10. Oktober 2016

5 besten Tees zum Abnehmen

Wenn du Körperfett abbauen möchtest, empfiehlt sich die Einnahme von Zimt und grünem oder rotem Tee. Schachtelhalm und Rooibos helfen bei der Ausscheidung von Flüssigkeitsansammlungen und folglich auch beim Abnehmen. Sie reduzieren jedoch nicht das Fettgewebe.

Roter Tee (Pu Erh)

Diesen Tee gibt es schon seit Jahrtausenden, er hat seinen Ursprung im Orient, wo er schon seit langer Zeit für seine fettverbrennende Wirkung bekannt ist. Pu Erh hilft auch bei dergung und der Stärkung des Immunsystems, da er viele Antioxidantien beinhaltet. Des Weiteren kann der Tee die Cholesterin- und Triglycerid-Werte im Blut senken.
Personen mit starkem Übergewicht sollen bei vier Tassen Puh-Erh-Tee täglich bis zu 9 kg, Personen mit mittlerem Übergewicht bis zu 6 kg und Personen mit leichtem Übergewicht bis zu 3 kg, abnehmen können.

Zimt-Tee

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Einige Studien haben gezeigt, dass Zimt den Blutzuckerspiegel senken und die Resistenz des Körpers gegen Insulin verbessern kann. Außerdem regt Zimt unseren Stoffwechsel an und reduziert unseren Appetit. Aus diesen Gründen kann Zimt auch im Kampf gegen Übergewicht und Fettsucht helfen.
Je nach Wunsch können Sie zum Frühstück oder als Zwischenmahlzeit einen Löffel Zimt mit einem Becher fettarmem Joghurt verrühren oder den Zimt mit sonstigen Speisen kombinieren. Sie können sich auch einen köstlichen Zimt-Tee zubereiten.

Grüner Tee

Der Grüne Tee ist vor allem für seine Wirkung als Anitoxidans bekannt. Er kann jedoch auch beim Abnehmen sehr hilfreich sein. Eine Studie der Amerikanischen Gesellschaft für Ernährung aus dem Jahre 2009 hat gezeigt, dass der tägliche Konsum von zwei Tassen Grünem Tee den Umfang unserer Taille reduzieren kann. Dies könnte auf die Katechine im Grünen Tee zurückgeführt werden, die den Stoffwechsel anregen und bei der Gewichtsreduktion helfen, wenn zusätzlich eine angemessene Ernährung eingehalten und regelmäßige sportliche Aktivitäten ausgeübt werden.

Schachtelhalm-Tee und Rooibos

Verschiedene Studien haben bewiesen, dass diese Tees eine harntreibende Wirkung haben, und somit eine Ansammlung von Flüssigkeit vermieden werden kann. Wenn wir Flüssigkeit verlieren, reduziert sich auch unser Gewicht und wir können z.T. auch schlanker werden. Wir sollten uns allerdings bewusst sein, dass wir auf diese Weise kein Fettgewebe verlieren.

Andere nützliche Tees

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Es gibt viele weitere Tees, die uns bei einer Gewichtsabnahme helfen können, auch wenn dies in indirekter Form geschieht. Zum Beispiel  essen viele Menschen zu viel, wenn sie sich ängstlich fühlen. Lindenblüten- und Baldriantee helfen uns bei Angststörungen, und so können auch diese Tees indirekt helfen, abzunehmen.

Tee aus Blasentang erzeugt ein längeres Sättigungsgefühl. Auf diese Weise essen wir weniger und wir nehmen schneller ab.

13 bewährte Hustenkräuter

Folgende 13 Kräuter können bei Husten gute Dienste leisten, 3 Tassen Tee täglich sind die Standardempfehlung.

Thymian und Quendel

Quendel, wilder Thymian, essbare Wildpflanzen, Hustentee
Thymian kennt man aus dem Küchenregal, bei Reizhusten bereitet man einen Tee aus dem Kraut zu.
Die Teerezepte sind im Prinzip für alle Kräuter gleich wie bei der Königskerze, außer es wird gesondert beschrieben.
 
Gleich angewendet wird Quendel, der wilde Vertreter des Thymians, den man oft auf Magerrasen und Böschungen findet.

Königskerze

Königskerze, Hustentee, Kräuterapotheke
Die Königskerze ist in der Naturheilkunde bei trockenem Husten, Dauerhusten und rauer Stimme nicht wegzudenken.
1 -2 Teelöffel Königskerzenblüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser aufgegossen und danach sorgfältig gefiltert und mit Honig gesüßt schmeckt auch Kindern.
 
Gerade bei Hustentees ist das Süßen vorteilhaft, was ja bei anderen Kräuteranwendungen eher verpönt ist.

Eibisch

Der Eibisch braucht eine kleine Extraportion Aufmerksamkeit, denn er muss etwas anders zubereitet werden.
Der Eibischtee wird im Kaltauszug zubereitet, dafür werden 3 Teelöffel getrocknete Eibischwurzeln mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergossen. Nach 8 Stunden Stehzeit erwärmt man den Tee vorsichtig auf  Trinktemperatur. So können die gesunden Schleimstoffe des Eibisch richtig wirken.

Huflattich

Huflattich, Hustentee, Kräuterapotheke
Huflattich darf wegen der enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide nur mehr in Apotheken verkauft werden.
Vermutlich bildet er diese zellschädigenden Stoffe aber nur, wenn er unter Stress steht - in meinem persönlichen Hustentee kommt er immer vor.
 
Huflattichtee legt eine dünne Schleimschicht über das entzündete Gewebe.

Isländisch Moos

Isländisch Moos kann hervorragend mit Huflattich gemischt werden, allerdings schmeckt diese Droge wirklich bitter. Deshalb am besten mit kaltem Wasser zustellen, kurz aufkochen und sofort abseihen.
Meine Schwiegermutter gab den Kindern immer die "Graupen", wie das Isländisch Moos auch genannt wird, indem sie sie in Milch aufkochte.

Linden- und Holunderblüten

Lindenblüten, Hustentee, schweißtreibend, Kräuterapotheke
Das sind keine reinen Hustenkräuter, allerdings helfen sie, die Beschwerden bei einer Erkältung zu lindern.
 
Linden- und Holunderblütentee wirken schweißtreibend und sind auch hervorragend geeignet, wenn man durchgefroren nach Hause kommt.

Lungenkraut und Ackerschachtelhalm

Lungenkraut, essbare Wildkräuter, Hustentee, Kräuterapotheke
Lungenkraut und Ackerschachtelhalm haben einen hohen Gehalt an löslicher Kieselsäure.
Vom positiven Effekt der Kieselsäure, den man an der Hautelastizität feststellen kann, profitiert auch das Lungengewebe.
 
Beim Ackerschachtelhalm (oder auch Zinnkraut genannt) muss man allerdings einen Kaltauszug machen.

Spitzwegerich und Fichtenwipfel

Fichtenwipfel, Probst, Hustentee, Hustensaft, Kräuterapotheke
Spitzwegerich kann vom Frühjahr bis in den Herbst hinein frisch gepflückt werden, beim Trocknen sollte man die Blätter aufschneiden, damit sie schneller trocken werden.
 
Fichtenwipfel werden auch Probst genannt, das sind die jungen, hellgrünen Austriebe bei Fichten und Tannen. Diese kann man ebenso trocknen und als Tee aufgießen.

Schlüsselblume

Schlüsselblume, Himmelsschlüssel, Hustentee, Kräuterapotheke
Die Schlüsselblume ist geschützt, daher muss man diese Zutat in der Apotheke kaufen.
Hier werden sowohl die Blüten und Blätter als auch die Wurzel verwendet.
 
Man kann versuchen, die Schlüsselblume im eigenen Garten anzusiedeln, allerdings verträgt sie es absolut nicht, wenn neben ihr gedüngt wird. Auf Magerrasen und Böschungen fühlt sie sich dann aber wohl.

Montag, 23. Mai 2016

Eukalyptusöl: ein außergewöhnliches essenzielles Öl

Dr. Joseph Mercola

Eukalyptusöl ist ein reines essenzielles Öl mit praktischen und industriellen Anwendungsgebieten und sogar heilenden Eigenschaften. Das Öl wird aus einem schnell wachsenden immergrünen Baum gewonnen, der in Australien beheimatet ist. Das meiste Eukalyptusöl stammt von der Sorte Eucalyptus globulus, dem »Blauen Eukalyptus«.



Erfahren Sie mehr über dieses essenzielle Öl – und wie Ihre Gesundheit und Ihr Wohlergehen davon profitieren können.

Was ist Eukalyptusöl?

Eukalyptusöl ist das aus den getrockneten Blättern des Eukalyptusbaums destillierte Öl – eine farblose Flüssigkeit mit intensiv holzig-süßem Geruch. Weltweit gibt es mehr als 700 verschiedene Eukalyptusarten, von denen sich aus mindestens 500 essenzielles Öl gewinnen lässt.

Hier eine Liste der gängigsten Arten von Eukalyptusöl:
  1. Eucalyptus polybractea – Das Roh- oder einfach destillierte Öl des kleinen »Blauen Mallee-Eukalyptus« ist reich an Cineol (einem farblosen, flüssigen Terpenether mit kampferähnlichem Duft, der in essenziellen Ölen zu finden ist). Der Cineolgehalt beträgt normalerweise zwischen 80 und 88 Prozent.
  2. Eucalyptus globulus – Diese Art genießt die meiste Aufmerksamkeit von Botanikern wie Chemikern. Sie liefert das bekannteste und meistverwendete Eukalyptusöl, das zwischen 60 und 70 Prozent Cineol enthält. Da das rohe Öl normalerweise nicht die Anforderungen der meisten Arzneibücher erfüllt, muss es aufbereitet werden, um den Cineolgehalt zu erhöhen.
  3. Eucalyptus radiata – Der »Pfefferminz-Eukalyptus« ist ein mittelgroßer Baum mit faseriger Rinde. Das Rohöl enthält 65 bis 70 Prozent Cineol und hat einen sehr erfrischenden Duft.
  4. Eucalyptus citriodora – Der hoch gewachsene »Zitronen-Eukalyptus« musste sich einer Namensänderung unterziehen und heißt nun Corymbia citriodora. Hauptbestandteil des Öls ist Citronellal, und es wird von der Industrie und zum Parfümieren verwendet.

Die australischen Aborigines behandeln seit jeher Schmerzen, Fieber, verstopfte Nebenhöhlen und Erkältungen mit Aufgüssen der öligen Eukalyptusblätter.

Bereits in den 1880er-Jahren nutzten Chirurgen bei operativen Eingriffen Eukalyptusöl als Antiseptikum. Und gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Öl in den meisten englischen Krankenhäusern zum Reinigen von Blasenkathetern verwendet.

1948 erkannten auch die USA Eukalyptusöl offiziell als Insektizid und Milbenbekämpfungsmittel (das sowohl Milben als auch Zecken tötet) an.

Anwendungsgebiete von Eukalyptusöl

Laut MedlinePlus wird verdünntes Eukalyptusöl bei Schmerzen und Entzündungen der Atemwegsschleimhäute, Husten, Asthma, Bronchitis, Nebenhöhlenschmerzen und -entzündungen sowie bei Atemwegsinfekten oral eingenommen. Äußerlich wird es als Antiseptikum, Insektenschutz und Heilmittel bei Wunden, Brandwunden und Geschwüren angewendet.

Zur Behandlung von Schleimhäuten (um etwa Allergien und Asthma sicher und effektiv zu behandeln) kann man einen Tropfen Eukalyptusöl auf einen Bio-Wattebausch geben und es ein paarmal täglich tief einatmen. Ich empfehle zudem, zum Inhalieren ein paar Tropfen in Wasser aufzulösen oder in einen Zerstäuber zu geben – oder mischen Sie ein paar Tropfen ins Badewasser.

Eukalyptusöl dient auch als Duftstoff in Parfüms und Kosmetika und ist in vielen Mundspülungen, Einreibemitteln und Salben, Zahncremes, Hustenbonbons und Lutschtabletten enthalten.

Normalerweise wird es mit anderen Ölen gemischt, damit es leichter von der Haut aufgenommen wird. Dies fördert die Befeuchtung, weshalb das Öl in Hautpflegemitteln wie ein natürlicher Sonnenschutz wirkt.

Es gibt unterschiedliche Arten, Eukalyptusöl anzuwenden: aromatherapeutisch, äußerlich und innerlich. Beispielsweise kann es mit einem Trägeröl, etwa Kokosöl, auf die Haut aufgetragen werden. Ich empfehle, mit einem Tropfen Eukalyptusöl auf ein bis drei Teelöffel Trägeröl zu beginnen und die Menge nach Bedarf zu erhöhen.

Bestandteile von Eukalyptusöl

Eukalyptusöle bestehen aus mehr als 100 Komponenten. Die chemischen Hauptbestandteile sind ɑ-Pinen, ɑ-Phellandren, 1,8-Cineol, Limonen, Terpinen-4-ol, Aromadendren, Epiglobulol, Piperiton und Globulol.

Rohe Eukalyptusöle enthalten manchmal mehr Komponenten in unterschiedlichen Mengenverhältnissen als Öle nach zweifacher Destillierung.

Rohes Eucalyptus-globulus-Öl etwa besteht zu 60 Prozent aus Cineol und zu 40 Prozent aus anderen Komponenten. Nach zweifachem Destillieren enthält das Öl zu 80 Prozent Cineol und zu 20 Prozent andere Bestandteile. Rohöl könnte demnach eine breitere Aktivitätsspanne aufweisen als das raffinierte Öl.

Wirkung von Eukalyptusöl

Auf Medical News Today sind detailliert die verschiedenen medizinischen Einsatzgebiete und Wirkungsweisen von Eukalyptus aufgelistet:
  • Antibakterielle Eigenschaften – Eine in Clinical Microbiology and Infection veröffentlichte Studie erbrachte, dass Eukalyptusöl antibakteriell auf pathogene Bakterien in den oberen Atemwegen wirken kann.
  • Schmerzlinderung – Untersuchungen deuten auf eine analgetische Wirkung dieses essenziellen Öls hin. Für eine im American Journal of Physical Medicine and Rehabilitation vorgestellte Studie wurden die Unterarme von zehn Testpersonen mit Eucalyptamint-Salbe eingerieben. Eucalyptamint »rief signifikante physiologische Reaktionen hervor, die für die Schmerzlinderung und/oder als passive Form des Aufwärmens für Sportler nützlich sein können«.
  • Gesunderhaltung der Zähne – Das Öl wirkt gegen kariogene (Karies auslösende) Bakterien und gegen Bakterien, die Entzündungen des Zahnhalteapparats verursachen.
  • Stimulierung des Immunsystems – Laut einer in BMC Immunology veröffentlichten Studie soll Eukalyptusöl-Extrakt die Aktivität des körpereigenen zellvermittelten Immunsystems ankurbeln.

Für viele Personen ein sehr wichtiger Grund, Eukalyptusöl anzuwenden, ist dessen Wirksamkeit gegen mentale Erschöpfung durch Kühlung und Erfrischung. Als Stimulans hilft es, Schlappheit und mentale Trägheit zu überwinden, und vitalisiert »die Lebensgeister von Kranken«.

Nicht nur bei mentaler Erschöpfung wird dieses essenzielle Öl angewendet. Viele wollen damit ihre mentale Aktivität und den Blutzufluss ins Gehirn verbessern. Häufig wird Eukalyptusöl als Form der Aromatherapie beispielsweise in Klassenzimmern eingesetzt.

Eukalyptusöl selbst herstellen

Eukalyptusöl wird aus frischen oder teilweise getrockneten Blättern und jungen Zweigen extrahiert und einer Wasserdampfdestillation unterzogen. Sie können selber Öl aus Eukalyptusblättern gewinnen, das spart Geld, und Sie haben immer frisches Öl zur Hand. Und so geht’s:
Das benötigen Sie:
  • Küchenwaage
  • Eukalyptusblätter
  • Olivenöl, Kokosöl oder ein anderes Trägeröl
  • Schongarer
  • Feinmaschiges Sieb
  • Luftdicht verschließbares dunkles Einmachglas
Herstellung:
  1. 50 Gramm frische Eukalyptusblätter mit der Faust zerreiben, um das ätherische Öl freizusetzen. Je nach Größe des Schongarers brauchen Sie eventuell mehr oder weniger Blätter.
  2. Die zerriebenen Blätter in den Schongarer geben.
  3. Für jeweils sieben Gramm Blätter eine Tasse Öl angießen.
  4. Den Topf mit dem Deckel verschließen und auf niedrige Hitze einstellen. Die Mischung sechs Stunden ziehen lassen.
  5. Das Eukalyptusöl durch ein feinmaschiges Sieb ins Einmachglas gießen.
  6. Das Glas verschließen und mit dem Herstellungsdatum versehen.
  7. An einem kühlen, trockenen Ort gelagert hält sich das Öl sechs Monate. Falls Sie es länger aufbewahren wollen, stellen Sie es ins Gemüsefach des Kühlschranks. Dort hält es sich etwa ein Jahr.

Fertiges essenzielles Eukalyptusöl können Sie auch weiterverarbeiten: Mischen Sie das Öl mit der gleichen Menge Apfelessig. Damit können Sie Problembereiche der Haut einreiben, aber auch Wunden, Geschwüre und Insektenbisse antiseptisch behandeln.

Wie wirkt Eukalyptusöl?

Das essenzielle Öl wirkt auf mehrere Arten. In der Dampftherapie wird Eukalyptusöl bei Atemproblemen, zur Konzentrationssteigerung oder als Insektenschutzmittel eingesetzt. Es kann auch in Massageöle oder ins Badewasser gemischt werden – so eingesetzt hilft es bei Arthritis, Asthma, Verschleimung, Erkältung, Kopfschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Erschöpfung und Muskelschmerzen.

In Cremes oder Lotionen gemischt kann Eukalyptusöl Schmerzen lindern und die Heilung von Wunden und Geschwüren unterstützen. Geben Sie es auf Insektenstiche oder Wunden, seien Sie dabei aber sparsam im Gebrauch. Und schließlich empfehle ich noch, stark verdünntes Eukalyptusöl in Gurgellösungen zu geben – damit können Sie Halsentzündungen lindern.

Essenzielle Öle lassen sich generell gut mischen. Eukalyptusöl kann man besonders gut mit Benzoe-, Thymian-, Lavendel-, Zitronengras-, Zitronen- und Pinien-Öl mischen.

Ist Eukalyptusöl sicher?

Essenzielle Öle wie Eukalyptusöl sind im Allgemeinen sicher anzuwenden, mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen. Erwachsene sollten es nur unter ärztlicher Aufsicht oral einnehmen (schlucken). Für Kinder unter sechs Jahren ist Eukalyptusöl – auch Eukalyptus-Hustenbonbons – meiner Meinung nach noch nicht geeignet.

Äußerlich angewendet ist Eukalyptusöl für Erwachsene generell sicher. Achten Sie aber darauf, dass es nicht in die Augen gelangt und dass weder Öle, Salben noch Brusteinreibemittel ins Gesicht oder gar in die Nase von Kindern unter zwei Jahren gelangen. Auch schwangere und stillende Frauen sollten Eukalyptusöl nicht anwenden.

Dienstag, 22. März 2016

Lauch - Köstliches Heilgemüse

(Zentrum der Gesundheit) – Lauch ist ein vielseitiges und gesundes Gemüse. Er wird gratiniert, ins Omelette gebacken, zu Pasta gereicht, in Form einer Quiche serviert oder gemeinsam mit Kartoffeln zu einer köstlichen Suppe verarbeitet. Einst wurde der Lauch nicht nur als Gemüse, sondern auch als Heilpflanze hochgeschätzt. Denn der Lauch liefert neben viel Vitamin K, Betacarotin und Antioxidantien auch spezielle sekundäre Pflanzenstoffe, die das Herz und die Gefässe schützen, vor Tumoren bewahren und bei Infektionen hilfreich sein können.
 Lauch – Die vergessene Heilpflanze © Viktor1 - Shutterstock.com

Lauch: Ein Gemüse mit glorreicher Geschichte

Der Lauch (Allium porrum) oder Porree zählt wie die Zwiebel und der Knoblauch zur Familie der Narzissengewächse, schmeckt aber viel milder als seine scharfen Verwandten. Er wird nun schon seit mindestens 4000 Jahren als Gemüse- und Gewürzpflanze kultiviert und war früher auch eine anerkannte Heilpflanze.
Wer weiss, ob die prachtvollen Pyramiden in Ägypten je erbaut worden wären, wenn er den Arbeitern nicht als stärkendes Mahl gedient hätte? Der von Starallüren geplagte Kaiser Nero soll sogar täglich Lauch gegessen haben, da er daran glaubte, er könne dadurch seine Gesangsstimme verbessern.
Aus diesem Grunde erhielt er auch den wenig schmeichelhaften Spitznamen "Porrophagus" (Lauchfresser). Der Lauch wirkt auf die Bronchien zwar tatsächlich schleimlösend, sich von ihm aber mehr Musikalität zu erhoffen, ist dann wohl doch etwas zu viel verlangt.
Von Italien aus bahnte sich der Lauch schliesslich seinen Weg nach Mittel- und Nordeuropa, wo das aromatische Gemüse freudig aufgenommen wurde.
Davon kündet bis heute, dass der Lauch als Nationalsymbol das Wappen von Wales (England) ziert und ein Hauptbestandteil des schottischen Nationalgerichtes "Cock-a-leeki" ist, das bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten nicht fehlen darf. Doch der Lauch überzeugt auch aufgrund seines Nährwertes.

Lauch – Die Nährstoffe

In 100 g rohem Lauch sind durchschnittlich die folgenden Nährstoffe enthalten, die Angaben in Klammern zeigen, wie viel Prozent des jeweiligen Nährstofftagesbedarfs mit 100 g Lauch gedeckt werden könnten. Würden Sie also 100 g Lauch essen, dann wären damit 30 Prozent Ihres Tagesbedarfs an Betacarotin gedeckt.
  • Kalorien: 61 kcal
  • Kohlenhydrate: 14 g (davon bis zu 2,3 g Ballaststoffe)
  • Protein: 2 g
  • Fett: 0,3 g
  • Vitamin K: 47 µg (45 Prozent)
  • Betacarotin: 500 - 800 µg (60 – 100 Prozent), umso mehr Betacarotin ist enthalten, je grüner die Blätter, daher das Grün nicht entfernen, sondern verwenden
  • Vitamin C: 25 mg (25 Prozent)
  • Mangan: 0,5 mg (23 Prozent)
Selbstverständlich enthält der Lauch – wie jedes andere Gemüse auch – noch viele andere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Wir möchten Ihnen jedoch insbesondere jene vorstellen, die im Lauch auch in relevanten Mengen enthalten sind, für die also der Lauch eine besonders gute Quelle darstellt, wie z. B. für das Vitamin K oder die weiter unten aufgeführten speziellen sekundären Pflanzenstoffe.
Beachten Sie bitte, dass Sie den Lauch nicht in grösseren Mengen roh essen werden. Wenn Sie den Lauch aber dünsten, dämpfen, kochen oder was auch immer, dann kommt es naturgemäss zu Nährstoffverlusten.
Beim Dünsten – eine der schonendsten Zubereitungsmethoden – gehen beispielsweise 25 Prozent des Vitamin C verloren. Beim Vitamin K hingegen ist nur mit Verlusten von etwa 5 Prozent zu rechnen. Informationen zu Nährstoffverlusten beim Kochen finden Sie hier.
Doch wie wirken sich die Nährstoffe im Lauch nun direkt auf die Gesundheit aus?

Ballaststoffe: Lauch ist gut für die Darmflora

Der Lauch gehört zu den wenigen Lebensmitteln mit hohen Inulingehalten. Inulin ist ein löslicher Ballaststoff mit äusserst vorteilhaften Wirkungen auf die Darmflora, weshalb Inulin häufig auch als Nahrungsergänzungsmittel im Rahmen eines gesunden Darmflora-Aufbaus eingenommen wird.
Der regelmässige Verzehr von Lauch kann daher sehr gut zur Darmgesundheit beitragen. Lauch nährt dabei nicht nur die nützlichen Darmbakterien, sondern regt zudem die Darmtätigkeit an. Menschen, die nach Lauchverzehr zu Blähungen neigen, können diesen durch das Würzen mit Kümmel vorbeugen.

Vitamin K: Lauch beugt Osteoporose vor

Vitamin K reguliert die Blutgerinnung, so dass der Lauch als wirklich sehr gute Vitamin-K-Quelle dem Blut wieder eine gesunde Konsistenz verleihen kann. Ausserdem ist Vitamin K sehr wichtig für den Knochenaufbau, da es dafür sorgt, dass Calcium in die Knochen eingebaut wird und nicht etwa an den Blutgefässwänden abgelagert wird.
In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass Frauen in den Wechseljahren seltener an einer Osteoporose erkranken, wenn sie ausreichend mit Vitamin K versorgt sind.

Betacarotin: Lauch schützt vor freien Radikalen

Lauch ist eine gute Betacarotin-Quelle und zeichnet sich somit auch durch seine antioxidativen Eigenschaften aus. Das Betacarotin fängt freie Radikale ab und schützt infolgedessen die Körperzellen – ganz besonders die Augen und die Haut – vor einer Schädigung.
Studien haben gezeigt, dass Betacarotin Herzerkrankungen vorbeugen und vor Krebs schützen kann. Leider schneiden viele Menschen den grünen Teil der Lauchstange ab und werfen ihn einfach weg. Tun Sie dies besser nicht, denn genau dort steckt 300-mal so viel Betacarotin wie im weissen Abschnitt.

Vitamin C: Lauch stärkt das Immunsystem

Lauch enthält relativ viel Vitamin C, wodurch die Abwehrkräfte angeregt werden. Wenn Sie das gesunde Gemüse also öfter auf den Speiseplan setzen, können Sie sich z. B. vor lästigen Erkältungen schützen.
Wenn Sie den Lauch mit eisenhaltigen Lebensmitteln wie der Hirse kombinieren, können Sie die positive Wirkung auf das Immunsystem noch verstärken, da der Körper das pflanzliche Eisen durch das Vitamin C besser verwerten kann.

Mangan: Lauch wirkt gegen Depressionen und Demenz

Mangan ist ein essentielles Spurenelement und ein wichtiger Bestandteil vieler Enzyme. Wer viel Lauch isst, kann überdies die Aufnahme des Vitamins B1 steigern, das wiederum für starke Nerven wichtig ist.
Zudem haben Studien gezeigt, dass eine erhöhte Zufuhr von Mangan gegen Depressionen sowie Altersdemenz wirkt und epileptische Anfälle auf natürliche Weise verringern kann.

Lauch – Die Heilwirkung

Im Gegensatz zu seinem Geschwisterpaar Knoblauch und Zwiebel ist der Lauch noch immer ein Stiefkind der medizinischen Forschung und wird heute nicht mehr als Heilpflanze eingestuft. In der traditionellen Medizin waren/sind z. B. die folgenden Anwendungsbereiche des Lauchs von Bedeutung:
Da der Lauch dieselben bzw. ähnliche Inhaltsstoffe enthält wie seine medizinisch anerkannten Verwandten, darunter z. B. schwefelhaltige ätherische Öle und Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe), sollte ihm im Bereich der Phytotherapie endlich wieder mehr Bedeutung zukommen.
Viele Experten sind sich nämlich einig, dass Lauch zumindest dazu beitragen kann, solchen Erkrankungen vorzubeugen, die im Zusammenhang mit oxidativem Stress und chronischen Entzündungen stehen, wie z. B. Arteriosklerose, Diabetes Typ 2 und Krebs.
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Kaempferol im Lauch schützt das Herz und wirkt gegen Krebs

Der Lauch zeichnet sich durch einen besonders hohen Polyphenolgehalt aus und enthält z. B. beachtliche Mengen des Flavonoids Kaempferol. Bislang konnte in diversen Studien nachgewiesen werden, dass Kaempferol die Innenwände der Blutgefässe vor Schäden schützen kann und somit auch zur Herzgesundheit beträgt. Dies wird darauf zurückgeführt, dass Kaempferol die freien Radikale abfängt und neutralisiert.
Ausserdem gibt es schon eine ganze Reihe von Untersuchungen, die gezeigt haben, dass Kaempferol Krebs vorbeugen, bereits vorhandene Tumorzellen in den Tod treiben und das Wachstum von Metastasen verhindern kann. Diese Forschungsergebnisse konnten anhand einer an der West Virginia University durchgeführten Studie bestätigt werden.
Zudem wird dem Kaempferol eine antimikrobielle sowie antientzündliche Wirkung zugeschrieben. Auch das nachfolgend beschriebene Allicin wirkt antimikrobiell und antientzündlich, so dass sich diese Stoffe gegenseitig verstärken und unterstützen können – und aus dem Lauch ein ganz besonderes Lebensmittel machen.

Allicin im Lauch: Ein natürliches Antibiotikum

Im Lauch befindet sich eine schwefelhaltige Aminosäure namens Alliin. Sie befindet sich im Zellplasma. In kleinen Zellbläschen (Vakuolen) bewahrt die Zelle ein Enzym auf – die sog. Alliinase. Wird der Lauch (oder auch der Knoblauch oder eine Zwiebel) zerkleinert, dann werden die Vakuole zerstört. Die Alliinase trifft jetzt auf das Alliin und wandelt es in Sekundenschnelle in Allicin um.
Allicin ist für den typischen scharfen Geruch und Geschmack von Lauch, Knoblauch und Zwiebel verantwortlich. Auch ist es das Allicin, das eine starke antibakterielle und pilztötende Wirkung mit sich bringt.
Forscher sind mitunter der festen Überzeugung, dass Allicin ein natürliches Antibiotikum darstellt und im Hinblick auf die zunehmende Antibiotikaresistenz zukünftig ein vielversprechender Wirkstoff sein könnte.
Allicin erhöht ferner die körperliche Fitness, senkt den Cholesterinspiegel sowie den Blutdruck und gilt bereits jetzt als anerkanntes Mittel gegen Arteriosklerose.
Äusserlich werden entsprechende Präparate gegen Pilzerkrankungen sowie Infektionen eingesetzt, die durch Parasiten (z. B. Zecken) übertragen werden. Auch in der Krebsforschung gilt Allicin als besonders interessant, da er laut verschiedener Studien Krebszellen unschädlich machen kann.
Wenn Sie in den vollen Genuss der wertvollen Inhaltsstoffe des Lauchs kommen möchten, sollten Sie beim Einkaufen, Lagern und Zubereiten die folgenden Tipps beherzigen.

Lauch: Was ist beim Einkauf zu beachten?

Sie können den Lauch das ganze Jahr über im Supermarkt oder auf Wochenmärkten kaufen. Von Juni bis September wird der zarte, mildere Sommerlauch (Sorten wie Faraday und Volta) angeboten und von September bis zum Frühjahr der kräftigere und schärfere Herbst- bzw. Winterlauch (Sorten wie Fahrenheit und Galvani).
Das "Saisonloch" bis zum Juni wird überbrückt, indem unter Folie angebauter Lauch auf den Markt gebracht wird.
Achten Sie beim Kauf in jedem Fall darauf, dass der Lauch feste grüne Blätter und einen weissen Schaft hat. Sollte das Grün des Lauchs schlapp aussehen oder beschädigt sein, sollten Sie die Stange besser liegen lassen. Und falls sich die weissen Wurzelhaare bereits braun verfärbt haben, hat das Gemüse seine guten Zeiten ebenfalls schon weit hinter sich gelassen.

Wie wird Lauch am besten gelagert?

Lauch kann – eingewickelt in eine Plastikfolie – im Gemüsefach des Kühlschranks etwa fünf Tage gelagert werden. Die Folie oder Tüte verhindert die Verdunstung und sorgt dafür, dass die Blätter des Lauchs frisch und straff bleiben.
Auch verhindert diese Lagermethode, dass der Lauch seinen zwiebelartigen Geruch auf aromaempfindliche Lebensmittel wie z. B. Butter oder angeschnittene Früchte überträgt.
Des Weiteren lässt sich der Lauch auch prima einfrieren. Da sich beim Auftauen allerdings die Textur und der Geschmack zum Negativen verändern, sollten Sie ihn nicht auftauen lassen, sondern tiefgekühlt weiterverarbeiten. Am besten ist es, den Lauch vor dem Einfrieren zu säubern, in feine Streifen oder Ringe zu schneiden und zu blanchieren. Tiefgekühlt hält sich Lauch mindestens 3 Monate.

So wird Lauch richtig geputzt

Das Schwierigste an der Verwendung von Lauch ist die Vorbereitung. Der Schaft des Lauchs bleibt nur deshalb weiss und zart, da er – ähnlich wie der weisse Spargel – beim Wachsen immer wieder mit Erde angehäufelt wird. Demzufolge kann in jede Lauchschicht Erde gelangen, die vor der Zubereitung entfernt werden muss.
Nachdem Sie also die äusserste, nicht so schöne Lauchschicht und die obere Spitze der grünen Blätter entfernt haben, sollten Sie den Lauch unter fliessendem Wasser gründlich reinigen. Besonders einfach gelingt dies, wenn Sie ihn der Länge nach durchschneiden und dann die einzelnen Schichten abspülen. Ist der Lauch erstmal von der Erde befreit, geht es an die Zubereitung.

Lauch: Die Zubereitung

Einerseits eignet sich Lauch hervorragend als Gemüsebeilage, andererseits kann er auch als Hauptzutat in Suppen, Quiches, Eintöpfen und Aufläufen den Ton angeben. Er passt ebenfalls in Pasta-Sossen und auch hervorragend in ein Risotto.
Da Lauch sogar in geringer Menge über eine beeindruckende Würzkraft verfügt, kann mit ihm auch z. B. ein Kartoffelpüree verfeinert werden.
Lauch kann gekocht, gedünstet, geschmort, blanchiert und kurz gebraten werden. Doch je schonender die Garmethode, desto gesünder ist die abwechslungsreiche Stange. Ausserdem kann Lauch roh gegessen werden (in feine Ringe geschnitten) und verleiht z. B. bunten Salatkreationen seine typische aromatische Note.
Bedenken Sie bei der Zubereitung auch, dass der Sommerlauch viel feiner schmeckt als der Winterlauch. Der Sommerlauch eignet sich z. B. sehr gut, um wie Spargel im Ganzen gedünstet und mit einer Kräutersosse (z. B. Salsa verde) serviert zu werden.
Wie bereits erwähnt, werden die grünen Blätter leider oft als Abfall angesehen, obwohl sie viel mehr von den medizinischen Wirkstoffen (z. B. Betacarotin oder Polyphenole) enthalten. Das herb schmeckende Porreegrün kann bis zu 15 Zentimeter oberhalb des weissen Schafts verwendet werden.
In Bezug auf passende Gewürze harmoniert der Lauch sehr gut mit Kerbel, Kümmel, Estragon, Liebstöckel, Petersilie, Thymian, Muskatnuss oder auch Chili.
Wenn Sie nun Lust auf ein leckeres Lauch-Rezept bekommen haben, werden Sie unter den folgenden Links bestimmt fündig:
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Quellen: