Donnerstag, 11. Februar 2016

Quitten - gesundes Herbstobst

von Dr. Martina Hahn-Hübner
Sie duften verführerisch nach Apfel und Zitrone - eigentlich möchte man so hineinbeißen: in die Quitten, die jetzt - je nach Sorte - schon reif sind oder gerade erst reif werden.
Aber wehe, sie geben diesen Gelüsten nach... Sie beißen in ein holziges, saures Etwas. Denn Quitten können Sie roh nicht verzehren. Und dennoch sollten Sie sie nicht einfach am Baum hängen lassen. Immerhin handelt es sich um eine sehr vitalstoff- und ballaststoffreiche Frucht. Rund 200 Sorten gibt es; bei uns besonders verbreitet sind Apfel- und Birnenquitte.
Dabei unterscheiden sie sich nicht nur in der Form. Die Apfelquitte ist recht hart und trockener. Die Birnenquitte hat weniger Steine und ist lieblicher. Beiden Sorten ist aber gemeinsam, dass Sie sie rund drei Monate lagern können; bei rund zwei Grad halten sie sich bis nach Weihnachten.
Schälen Sie sie oder reiben Sie sie gut ab und stellen Sie daraus zum Beispiel Gelees, Chutneys, Quittenbrot, Saft oder Likör her. Diese Dinge schmecken nicht nur lecker. Die Quitten liefern Ihnen viel Kalium und wirken so entwässernd. Zudem versorgen sie Sie mit reichlich Eisen und den wichtigen sekundären Pflanzenstoffen, die Sie vor Krankheiten schützen.

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